Russisch-Orthodoxe Kirche des heiligen Simeon vom Wunderbaren Berge in Dresden
Die Russisch-Orthodoxe Kirche des heiligen Simeon vom Wunderbaren Berge in Dresden befindet sich in der Südvorstadt unweit des Hauptbahnhofs und gehört zur Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats.
Das Gotteshaus wurde zwischen 1872 und 1874 nach einem Entwurf des kaiserlich-russischen Hofarchitekten Harald Julius von Bosse errichtet. Die Bauleitung übernahm der Dresdner Architekt Karl Robert Weißbach. Einen entscheidenden Beitrag zur Finanzierung leistete der russische Staatsrat Simeon von Wikulin. Am 6. Juni 1874 wurde die Kirche feierlich geweiht.
Die Architektur orientiert sich an russischen Kirchenbauten des 17. Jahrhunderts. Charakteristisch sind die reich gegliederte Fassade, die Türme mit Zwiebelkuppeln sowie die vergoldeten orthodoxen Kreuze. Das Gebäude gehört zu den bedeutenden historischen Zeugnissen russisch-orthodoxen Lebens in Sachsen.
Auch nach den Beschädigungen während des Zweiten Weltkriegs wurde das kirchliche Leben fortgeführt. Heute ist die Kirche ein aktives Zentrum der orthodoxen Gemeinde in Dresden. Gottesdienste werden regelmäßig in kirchenslawischer und deutscher Sprache gefeiert.